Gefühle leben in unserer Villa

In unserer Gesellschaft wird ein gerechtes Miteinander, die gegenseitige Rücksichtsnahme, für sich selbst sorgen können, Verantwortung für das eigene Tun und auch für das Unterlassen übernehmen zu können immer wichtiger. Die Tendenz in unserer Zeit geht ganz klar weg von den eben genannten Eigenschaften, die das Leben in einer Gemeinschaft regeln und erleichtern.

Ausgehend vom eigenen Körper, vom eigenen Erleben „arbeiten“ wir mit den Kindern im  Kindergarten plus Programm. Die Basis bietet das ICH. Mein Körper, meine Sinne, meine Gefühle, was gehört zu mir. Welche Bewegungen kann ich ausführen, was habe ich schon gelernt, worauf bin ich stolz? Welche Sinne helfen mit tagtäglich mein Leben zu meistern? In welchen Situationen war ich schon mal traurig, wütend oder ängstlich? Wie fühlen sich diese Gefühle an? Wie kann ich den Stein im Bauch wieder loswerden? Will ich ihn überhaupt loswerden? Über verschiedene Übungen nehmen die Kinder sich und ihren Körper wahr, gewinnen so an Selbstsicherheit und werden sich ihrer selbst bewusst. Aus den Erzählungen der Anderen hören sie, dass auch andere Kinder und sogar Erwachsene Angst haben, weinen, wenn sie traurig sind oder schreien, wenn sie wütend sind. Wenn Sie Glück haben, kennen sie bereits von Zuhause, dass nicht jeder Tag „Friede-Freude-Eierkuchen“ ist, dass auch Erwachsene sich streiten und wieder versöhnen, dass sie traurig sind oder ihre Wut beim Holzhacken rauslassen.

Gefühle, sie gehören zu uns, wie unsere Arme, Beine, unser Herz und unser Verstand, aber haben Sie schon mal versucht ihren Arm wegzudrücken und so zu tun, als wäre er gar nicht da oder können sie einfach ihr Herz abschalten und es später weiterschlagen lassen? Auf diese Ideen würden wir nie kommen, mit unseren Gefühlen machen wir das sehr oft. Wann haben Sie das letzte Mal geweint, weil Sie jemand unfair behandelt hat? Wann haben Sie sich das letzte Mal eingestanden, dass der Kollege Sie gerade total wütend gemacht hat? Es ist so, als wäre Gefühle leben nicht mehr modern in unserer Gesellschaft. Da liegt aber der „Hund begraben“, wie sollen wir denn authentisch, echt sein, eins werden mit uns, wenn wir einen Teil von uns ignorieren? In diesem Moment gehen wir verantwortungslos mit uns um – kann ich dann wirklich verantwortungsvoll Anderen gegenüber sein? Geht das gerechte Miteinander nicht zuerst bei mir an? Dass ich mir selbst gegenüber gerecht bin und meine Gefühle, meinen Körper ernst nehme?

Woher kann ich wissen was Rücksichtsnahme heißt, wenn ich selbst permanent ohne Rücksicht auf meinen Körper über meine Grenzen gehe? Woher kennen wir zum Beispiel das Gefühl „heiß“? Weil wir wahrscheinlich in sehr jungen Jahren die Bekanntschaft mit dem heißen Herd gemacht haben. Die Er-fahrung, das Gefühl steckt IN uns, dann können wir es im Außen auch leben und weitergeben.

Die Kinder erleben und fühlen täglich, zum Beispiel wie es ist, wenn der Papa morgens auf die Arbeit geht und ich traurig bin. So wissen die Kinder, wie es sich anfühlt und dass sie weinen dürfen und dass das Gefühl in Ordnung ist und geachtet wird.
Oder die Wut, die da ist, weil ich nicht mitspielen darf. Da nützt das Ablenken nur oberflächig. Unbewusst vermittelt das Ablenkmanöver dem Kind, dein Gefühl ist nicht wichtig. Erst muss die Wut raus aus meinem Körper, dann kann ich auch wieder klar denken. Oft finden die Kinder dann selbst Lösungen, was sie jetzt machen können. Bei „Kindergarten plus“ lernen die Kinder den Wuteimer kennen und der steht jederzeit griffbereit in den Gruppenräumen.

Das Gelernte, Erlebte von „Kindergarten plus“ setzen wir täglich bei uns um und so profitiert wir alle davon. Konflikte werden in der Regel verbal gelöst, weil die Kinder wissen: meine Wut ist wichtig und sie darf sein, ich verwende sie aber nicht gegen Andere. Erst setze ich bei mir an, dann kann ich in meinem Umfeld handeln. Das können schon unsere Kinder – und Sie?
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Ich wünsche Ihnen viel Erfolg 🙂

Mehr Infos finden Sie unter www.kindergartenplus.de

 

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